Viagra ist out-Hier Ist die Powerbombe - Einfach nur Geil!

Veröffentlicht auf von Joerg


Potenzprobleme ? Hier finden Sie was sie suchen ?


Arzneimittelfälschungen
Gefährliche Mixtur: Medikamente übers Internet

Errektionsstörungen? Schon mal Viagra versucht? Der Haken: Es ist teuer und Sie brauchen ein Rezept. Da ist die Versuchung groß, zum Schnäppchenpreis und ohne Arztbesuch anonym im Internet zu bestellen. Doch dort tummeln sich viele schwarze Schafe, die gefälschte Medikamente verkaufen. Geld & Leben hat den Test gemacht- mit schockierenden Ergebnissen.

Von Reinhard Weber
Stand: 25.07.2008

 

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind 10-30 Prozent der Medikamente, die beispielsweise in Asien, Afrika und Lateinamerika verkauft werden, gefälscht. Oft kommen die Pillen, die in nicht zugelassenen Versandapotheken via Internet verkauft werden, aus diesen Kontinenten.

Geld & Leben hat Testkäufe verschiedener Medikamente im Internet gemacht und diese anschließend in ein Labor zum Prüfen gegeben. Der erste Schritt: Wir suchen eine Apotheke in München auf. Wir wollen die Medikamente im Original sehen, die wir später im Internet bestellen werden. Teure Lifestyle-Produkte mit hoher Gewinnspanne für Hersteller und Händler, die es lohnt zu fälschen.


Medikament Nr. 1: Viagra

Viagra ist ein weltbekanntes Potenzmittel, angeblich das meistgefälschte Medikament der Welt. Unverbindliche Preisempfehlung für eine einzige Tablette: gut 11 €.

Medikament Nr. 2: Propecia

Propecia ist ein Hormonmittel gegen Haarausfall. Pro Tablette etwa 2,10 €.Beide Medikamente gibt es nur mit Rezept vom Arzt, auf eigene Rechnung. Die Kasse zahlt nichts.

 

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Testkäufte im Internet
 

 Wir haben kein Rezept, versuchen die Mittel aber trotzdem zu bekommen. Dazu machen wir bei verschiedenen Internethändlern Testkäufe. Wir geben in eine Suchmaschine „Viagra“ ein und wenden uns gleich an einen der ersten angezeigten Internethändler: Alles privat, vertraulich und ohne Rezept - so verheißt die Werbung.
Wir ordern 24 Pillen für 83 €, das ist gerade mal ein Drittel des Normalpreises. Allerdings sind es wohl Generika, also identische Nachahmerprodukte. Die Bestellung wird einem leicht gemacht. Die einzige Hürde, man soll versichern, 18 Jahre alt zu sein. Ein Klick auf das Impressum zeigt eine Adresse in Kanada. Bezahlt wird per Vorkasse – fertig. Die erste Sendung Viagra ist bestellt, tatsächlich ohne Rezept und zum Schnäppchenpreis.

Wir suchen weiter, bestellen diesmal Viagra -  das Original. Wieder zum Schnäppchenpreis, wieder ein Händler aus Kanada, wieder ohne Rezept. Kinderleicht.

Eine letzte Order Viagra. Diese Pillen sind etwas teurer als in einer deutschen Apotheke, dafür wieder ohne Rezept.

Bei Propecia, dem Haarwuchsmittel, werden wir ebenso fündig. Originale und identische Generika etwa zum halben Preis, alles ohne Rezept. Nur einmal erwartet uns ein medizinischer Fragebogen, der aber komplett vorausgefüllt ist, also auch kein Hindernis  darstellt. So ordern wir wieder bei drei verschiedenen Pillen-Shops per Vorkasse und sind gespannt, was uns bei der Lieferung erwartet.


Medikamentenanalyse im Labor

Unsere Bestellungen wollen wir nun von einem Labor testen lassen, das auf Medikamentenanalyse spezialisiert ist, die LAT GmbH in Gräfelfing bei München. Alle Lieferungen werden genau registriert. Verblüffend: Keine davon enthält ein Anschreiben und keine eine ordentliche Schachtel. Die Tabletten wurden einfach so in wattierte Kuverts gesteckt, die Herkunft ist nicht nachvollziehbar.

Mangelnde Informationen zu den Medikamenten

Schon durch diese Aufmachung entsprechen die Lieferungen nicht dem deutschen Arzneimittelgesetz. Zwei Lieferungen enthalten gar keinen Beipackzettel, Informationen zum Medikament fehlen völlig. Drei Lieferungen haben nur einen komplizierten englischen Begleittext und eine Lieferung sogar einen falschen. Wir werden völlig allein gelassen mit diesen Pillen, wüssten also nicht einmal, wie wir sie einnehmen sollen.


Analyse Viagra

Bildunterschrift: Viagra wird im Mörser zerkleinert

Dann kommt die Analyse. Zuerst Viagra. Was ist wirklich drin in den Tabletten, sind sie echt oder gefälscht? Das Labor bereitet unsere drei Viagraproben auf, als Vergleich dazu noch das Original direkt vom Hersteller. Es wird untersucht, ob der Hauptwirkstoff in der vorgeschriebenen Menge des Originals vorhanden ist. Das Ergebnis ist schockierend: nur einmal korrekt, zweimal starke Abweichungen, also offensichtlich Fälschungen.

Dr. Gerolf Tittel, LAT GmbH, Gräfelfing:


"Von drei untersuchten Produkten sind zwei Produkte in keinem Fall verkehrsfähig. Das eine schädigt durch zu geringen Gehalt an Wirkstoff den Geldbeutel, das andere kann die Gesundheit gefährden, weil es zu viel enthält oder falsch deklariert ist. Das Dritte, das wir untersucht haben, ist ein Originalprodukt, diesmal aus einem anderen Kontinent, aus USA oder China und dieses Produkt entspricht."


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Viagra kann blind machen


 

Die Potenzpille Viagra kann eine gefährliche Augenkrankheit auslösen, die mitunter bis zum Erblinden führt. Patienten hatten schon länger über Sehstörungen geklagt, die nach der Viagra-Einnahme aufgetreten waren.

Blind vor Liebe - was so romantisch klingt, kann für Konsumenten der von Viagra traurige Wirklichkeit werden. Amerikanische Augenärzte berichten von Patienten, die nach der Einnahme der Potenzpille unter dauerhaften Sehstörungen litten.

Die sieben Männer im Alter zwischen 50 und 69 Jahren hatten eine Art Schlaganfall im Auge erlitten. Dabei ist der Blutfluss zum Sehnerv unterbrochen, was im Extremfall bis zur Erblindung führen kann. Schon früher war von Augen-Infarkten nach der Einnahme des Potenzmittels berichtet worden. 14 dieser Fälle sind insgesamt bekannt.
 

"Wir wissen seit Jahren, dass manche Männern, die Viagra nehmen, kurzzeitig Dinge blau oder grün sehen", sagt Howard Pomeranz, Professor für Augenmedizin an der University of Minnesota. Der Schlaganfall im Auge sei aber sehr viel gefährlicher, da er zu dauerhaftem Sehverlust führen kann. Die Fallbeschreibungen veröffentlichten er und seine Kollegen im Fachmagazin "Journal of Neuro-Ophtalmology".

Die Männer litten alle an mindestens einem Risikofaktor für Gefäßverkalkung, wie Bluthochdruck, Diabetes oder hohen Cholesterin- beziehungsweise Blutfettwerten. Außerdem waren bei ihnen die Blut- und Nervenbahnen hinter dem Auge sehr eng gebündelt. Nach Ansicht der Wissenschaftler erhöht das die Gefahr eines Schlaganfalls im Auge. "Viagra reguliert eine chemische Substanz im Körper, die die Arterien verengt. Dadurch könnte die Blutzufuhr zum Sehnerv abgeschnitten werden", sagte Pomeranz. Sind die Blut- und Nervenbahnen zum Auge ohnehin schon eng gepackt, steigt diese Gefahr. 
 

Dass die Sehstörungen bei den 14 Männern bereits wenige Stunden nach der Viagra-Einnahme auftraten, werten Pomeranz und seine Kollegen als möglichen Beweis für den Zusammenhang zwischen der Viagra-Einnahme und den Schlaganfällen im Auge. Augenärzte sollten bei Patienten mit einem Augen-Infarkt abklären, ob sie Viagra genommen haben, empfehlen die Forscher. Außerdem sollten Männer gewarnt werden, die Viagra nehmen möchten und bereits einen Augen-Infarkt erlitten haben.



Für Männer die es dennoch benötigen hab ich hier eine gute ALternative. Ohne Gefahr für die Gesundheit sollten sie auf dieses Mittel zur Steigerung der Potenz zurückgreifen!!!
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